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11.12.2017 - 08:17 Uhr

ABWÄRMENUTZUNGSKONZEPT FÜR BIOGASANLAGEN

Sinnig und wirtschaftlich sinnvoll ist es, die anfallende Abwärme der Gasmotoren zu verwenden. Wir haben für diesen Fall ein praxiserprobtes Konzept entwickelt.

Wärmetauscher

Das bis zu 85°C heiße Wasser (mit oder ohne Frostschutz) wird einem Wärmetauscher zugeführt.
Der Wärmetauscher besteht aus einem verzinkten Blechrahmen mit Kupferkapillarrohren mit Aluminium Lamellen.
Angeschlossen wir der Wärmetauscher über DIN Flansche.
Er arbeitet im Gegenstromprinzip - die Flußrichtung des einströmenden Heißwassers läuft gegen die Luftrichtung.
Nur so ist eine maximale Wärmeabnahme aus dem System gewährleistet.

Radialgebläse

Ein frequenzgesteuertes Radialgebläse saugt Umgebungsluft durch den Wärmetauscher und drückt dann die Warmluft in die Trocknungskammern.
Die Verwendung eines Axialventilators (wie z.B. Stallüfter) ist nicht möglich. Im Gegensatz zum Radialventilator reißt beim Axialventilator der Luftstrom bei niedriger Drehzahl des Gebläses komplett ab - es wird keine Luft transportiert. Der Radialventilator wird bei unseren Anlagen so dimensioniert, dass auch bei geringer Gebläsedrehzahl (je geringer die Motorendrehzahl, desto geringer ist der Stromverbrauch) noch genügend Luft transportiert wird, um lockere Schüttgüter, die keinen zu großen Gegendruck bilden, noch trocknen zu können.

Trocknungskammern

Es gibt wohl einige Möglichkeiten wie man solche Kammern errichten kann- wir favorisieren Kammern aus Beton, U-förmig - ähnlich wie Fahrsilos. Diese werden mit einem vollflächig befahrbaren Stahlboden ausgerüstet...
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Gebäude

Als Gebäudehülle eignet sich unserer Meinung am besten eine Pultdachhalle.
Bei diesem Konzept kann die feuchte Abluft am besten abziehen. Staut sich die feuchte Abluft im Hallendach, so kondensiert die Feuchtigkeit und führt über kurz oder lang zu Schäden an der Bausubstanz (Schimmelbildung, faulende Balken, Rost,etc.)

Steuerung

Wir bieten einen Schaltschrank nach VDE Vorschrift an. Alle Funktionen sind Außen ablesbar bzw kontrollierbar.
Ein Frequenzumrichter ist Pflicht! Ebenso eine Temperaturkontrolle der Zu- und Rücklaufleitung sowie der tatsächlichen Lufttemperatur im Hauptluftkanal.
Wir bieten noch eine Druckkontrolle und eine leistungsabhängige Gebläsesteuerung an - das ist insofern wichtig für Anlagen, die noch z.B. Wohnhäuser mit Wärme versorgen.
Diese werden dann vorrangig versorgt, die “Restwärme” über die Anlage verbraucht. Auch vermeidet man so die Unterschreitung der gewünschten Rücklauftemperatur.